Schwarzach im Sommer
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Schwarzach
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„Siedlung Bühel ein regionales Alleinstellungsmerkmal“

18.02.2019 Bezirksräte und Bürgermeister besuchten die anthroposophische Einrichtung – Neubau geplant

Schwarzach (cm). Mit viel Herzblut und stets tatkräftigem Engagement konnte in den letzten Jahrzehnten für die betreuten Menschen in der sozialtherapeutischen Siedlung Bühel ein sehr gutes Lebens- bzw. Wohn- und zukunftsorientiertes Arbeitsumfeld geschaffen werden, waren sich Bezirkstagspräsident a. D., Bogen´s Bürgermeister Franz Schedlbauer, Bezirksrat Franz Schreyer, der Schwarzacher Bürgermeister, Georg Edbauer, sowie sein Stellvertreter, Christian Meier, bei einem kürzlich stattgefundenen Einrichtungsbesuch einig. Dabei erinnerte Schedlbauer an die bereits im Oktober 2018 von Seiten des niederbayerischen Bezirks- bzw. Sozialhilfeausschusses einstimmig beschlossenen Bedarfsanerkennung, zur vormals beantragten Erweiterung der bestehenden Förderstätte, von aktuell noch sechs, auf künftig insgesamt zwölf Plätze. Dazu führte die Wohnbereichsverantwortliche Gabriele Klonowski weiter aus, dass die sozialtherapeutische Siedlung Bühel e.V. mit ihren Werkstätten auf dem anthroposophischen Menschenbild fußt, das in jedem Mitmenschen eine einmalige Individualität sieht. Sie ist Lebensort für Menschen mit Begleitungsbedarf, die einerseits Schutz, Chancen samt bedarfsorientierter Förderung bereitstellt und andererseits eine aktive Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglicht. Hierbei sind im Markt Schwarzach durch Integration der Siedlung Bühel in der Gemeinde und andere vielfältige Möglichkeiten gegeben, unterstreichen Manuela Bauer, Verwaltungsleitung, und Peter Stranninger, Werkstattleiter der Siedlung. Bürgermeister Georg Edbauer und sein Stellvertreter Christian Meier freuen sich dabei ganz besonders, „denn wir Schwarzacher haben mit der Siedlung Bühel sicherlich ein regionales, zukunftsgerichtetes Alleinstellungsmerkmal“. Klonowski und Stranninger hoben ergänzend die Bedeutung der bisherigen Planungen zum Förderstätten-Konzept hervor. Inhalt dieses Konzepts ist u. a. dabei die Eingliederung von erwachsenen geistig behinderten Menschen mit erhöhten Betreuungsbedarf, in eine werkstatt-ähnliche Tagesstruktur im Rahmen von Fördergruppen unter dem erweiterten Dach der sozialtherapeutischen Siedlung Bühel. Ziel ist es, Menschen mit schweren geistigen und mehrfachen Behinderungen eine weitgehende Teilhabe am Gemeinschaftsleben zu ermöglichen, ihre Autonomie und Potentiale zu stärken. Eine Hinführung zur beruflicher Förderung und Beschäftigung in der WfbM ist gegebenenfalls anzustreben. In den beiden Fördergruppen der sozialtherapeutischen Siedlung Bühel werden erwachsene Menschen mit Behinderung gefördert, die nicht, noch nicht, noch nicht wieder oder nicht mehr in einer WfbM beschäftigt werden können. Um die unterschiedlichen Herausforderungen im Alltag, und darüber hinaus bewerkstelligen zu können ist unser lebendiger Verein eine wichtige Voraussetzung, für den schließlich noch vor Jahreswechsel Franz Schreyer zur Mitarbeit gewonnen werden konnte, freuen sich die Verantwortlichen der Büheler Einrichtung. Damit die somit weiterentwickelte Konzeption, sowohl für die Förderstätte, als auch unmittelbar für die Werkstatt, ausreichend Raum geboten werden kann, sind von Seiten der Verantwortlichen in der Sozialtherapeutische Siedlung Bühel e.V. umfangreiche Baumaßnahmen geplant. Diese stellen sicherlich einen weiteren Meilenstein unserer Vereinsgeschichte dar, erinnert Edbauer.

Abschließend war sich der Dreier-Leitungskreis, bestehend aus Gabriele Klonowski, Manuela Bauer und Peter Stranninger, mit den Ehrengästen und der Vereinsführung einig: „Wir müssen und wollen unsere Förderstätte im Zuge unseres Küchenbereichs- bzw. Mensa-Neubaus, samt einem überarbeiteten und schließlich dann genehmigten Raumprogramm, zukunftsorientiert belastbar im vollumfänglichen Einklang mit dem Wohnraum-Angebot unserer Siedlung bringen“. Die Einrichtung plant daher auf Grundlage der Bayrischen Rahmenleistungsvereinbarung die Einrichtung von 2 Fördergruppen ( Förderstätte mit 2 Gruppen) für insgesamt 12 Personen, samt Erweiterung der bestehenden Werkstatt mit acht zusätzlichen Plätzen im Zuge des Neubaus mit einer modernen Mensa. Selbstredend ist dabei auch, dass durch die zur Siedlung gehörende DEMETER-Gärtnerei, bei der  Gemüseselbstversorgung für den werktäglichen Mittagstisch, ein stets sehr wertvoller Beitrag geleistet wird.